Woraus ein Implantat besteht
Ein fertiger Zahn auf einem Implantat besteht aus drei Teilen. Das Implantat, eine in den Knochen eingesetzte Titanschraube, übernimmt die Funktion der Wurzel. Das Abutment, ein kleines auf das Implantat geschraubtes Verbindungsteil, ragt durch das Zahnfleisch. Die meist aus Zirkon bestehende Krone ist der sichtbare Teil, mit dem Sie beißen. Titan wird verwendet, weil der Knochen mit seiner Oberfläche verwächst. Diese sogenannte Osseointegration ist die Grundlage des gesamten Verfahrens.
Ein Implantat kann einen einzelnen Zahn ersetzen, als Pfeiler einer Brücke zum Ersatz mehrerer Zähne dienen oder eines von zwei oder vier Implantaten sein, die eine Prothese für einen ganzen Zahnbogen tragen.
Beratung und DVT-Aufnahme
Der erste Schritt ist eine implantologische Beratung und eine digitale Volumentomographie (DVT, CBCT) in der eigenen Röntgenabteilung der Klinik, ohne einen anderen Ort aufsuchen zu müssen. Eine Panoramaröntgenaufnahme zeigt ein flaches Bild, die DVT zeigt den Knochen dreidimensional: Höhe, Breite und Dichte sowie die Lage des Nervs im Unterkiefer und der Kieferhöhle im Oberkiefer. Anhand dieser Aufnahme werden Position, Länge und Durchmesser des Implantats geplant.
Für die Krankengeschichte sind Allgemeinerkrankungen und regelmäßige Medikamente wichtig, weil einige davon die Knochenheilung beeinflussen. Das gilt auch für das Rauchen. Keiner dieser Faktoren schließt die Behandlung grundsätzlich aus, aber der Zahnarzt muss sie vor der Eingriffsplanung kennen. Der Patient erhält nach der Beratung einen schriftlichen Plan: Anzahl der Implantate, möglicher Knochenaufbau, Reihenfolge der Schritte und Preise.
Wenn zu wenig Knochen vorhanden ist
Nach einer Zahnentfernung baut sich der Knochen an dieser Stelle mit der Zeit ab. Fehlen Höhe oder Breite, wird vor oder zusammen mit der Implantation ein Knochenaufbau mit Biomaterial durchgeführt. Die Klinik verwendet außerdem plättchenreiches Fibrin aus dem eigenen Blut des Patienten, das die Heilung unterstützt. Jedes dieser Verfahren verlängert die Behandlung um die Heilungszeit. Ohne ausreichend Knochen fehlt dem Implantat jedoch der Halt.
Die Behandlungsschritte in Reihenfolge
- Einsetzen des Implantats: ein Eingriff unter örtlicher Betäubung, bei für Vollnarkose geeigneten Patienten auch unter Vollnarkose. Das Implantat bleibt unter dem Zahnfleisch oder mit einem sichtbaren Einheilaufbau.
- Einheilung: Der Knochen verwächst mit der Implantatoberfläche. Das dauert normalerweise mehrere Monate und hängt von der Stelle, der Knochenqualität und einem möglichen Knochenaufbau ab.
- Kontrolle nach dem Eingriff, laut Preisliste der Klinik kostenlos.
- Freilegung des Implantats und Einsetzen einer Einheilschraube, die das Zahnfleisch um die spätere Krone formt.
- Abformung oder Scan und Herstellung einer Zirkonkrone im Labor, farblich auf die Nachbarzähne abgestimmt.
- Einsetzen der Krone und Kontrolle des Bisses.
Sofortimplantation
In ausgewählten Situationen wird das Implantat direkt am Tag der Zahnentfernung in das Zahnfach eingesetzt und mit einer provisorischen Krone aus dem 3D-Drucker versorgt. Der Patient verlässt die Klinik ohne Zahnlücke. Voraussetzung sind ausreichend gesunder Knochen und das Fehlen einer akuten Entzündung an der Stelle. Dies beurteilt der Zahnarzt anhand der DVT-Aufnahme (CBCT). Die endgültige Krone wird nach abgeschlossener Heilung eingesetzt.
Was ein Implantat mit Krone kostet
Laut veröffentlichter Preisliste der Klinik kostet eine implantologische Beratung 300 zł, eine DVT-Aufnahme (CBCT) eines Kiefers 300 zł und beider Kiefer 350 zł. Das Einsetzen eines Implantats kostet 3 500 zł, die Freilegung 300 zł und eine Zirkonkrone auf dem Implantat 3 500 zł. Die Sofortimplantation mit provisorischer Krone aus dem 3D-Drucker kostet 5 000 zł, plättchenreiches Fibrin (zwei Proben) 800 zł. Eine Prothese auf zwei Implantaten kostet 10 000 zł, auf vier Implantaten 16 000 zł. Den endgültigen Plan und seine Kosten erhält der Patient nach Beratung und Aufnahme schriftlich.
Wie Sie ein Implantat pflegen
Ein Implantat bekommt keine Karies. Wenn sich Zahnbelag ansammelt, können Zahnfleisch und Knochen darum jedoch ebenso erkranken wie an eigenen Zähnen. Tägliches Putzen, Zahnseide oder Interdentalbürsten, professionelle Zahnreinigung in der Klinik und regelmäßige Kontrollen mit Röntgenaufnahme sind die Pflege, die ein Implantat für eine lange Nutzungsdauer braucht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Implantatbehandlung von Anfang bis Ende?
Von der Beratung bis zur endgültigen Krone vergehen meist mehrere Monate, weil der Knochen Zeit braucht, um mit dem Implantat zu verwachsen. Ein Knochenaufbau verlängert diese Zeit. Eine Sofortimplantation mit provisorischer Krone verkürzt die Zeit ohne Zahn, aber nicht die Heilungszeit.
Tut das Einsetzen eines Implantats weh?
Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, bei für Vollnarkose geeigneten Patienten unter Vollnarkose. Einige Tage danach können Schwellungen und Beschwerden auftreten, die durch die verordneten Medikamente gelindert werden.
Kann man in jedem Alter ein Implantat bekommen?
Implantate werden nach Abschluss des Knochenwachstums eingesetzt, also bei Erwachsenen. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht. Entscheidend sind der allgemeine Gesundheitszustand, der Knochen und die Mundhygiene, die der Zahnarzt im Beratungsgespräch beurteilt.
Welche Alternative gibt es zum Implantat?
Ein einzelner fehlender Zahn lässt sich auch durch eine Brücke ersetzen, die von den Nachbarzähnen getragen wird. Mehrere fehlende Zähne können durch eine herausnehmbare Prothese ersetzt werden. Jede Lösung hat andere Voraussetzungen und einen anderen Preis. Der Vergleich für Ihre Situation gehört zur Beratung.
Ein Artikel zur Information. Er ersetzt keine Beratung. Behandlungsentscheidungen werden bei einem Termin getroffen.




