Wann sollten Sie kommen und wann den Termin verschieben?
Bei Schmerzen, Schwellung oder einer Verletzung benötigen Sie immer zahnärztliche Hilfe. Einen planbaren Termin verschieben Sie bei Fieber oder einer ansteckenden Infektion. Das entspricht den CDC-Leitlinien für Zahnarztpraxen von 2016: Nicht dringliche Behandlungen potenziell ansteckender Patienten sollen möglichst warten, dringliche unter zusätzlichen Schutzmaßnahmen erfolgen.
Die Tabelle zeigt häufige Situationen. Rufen Sie bei Unsicherheit am Vortag oder morgens am Behandlungstag an. Der Zahnarzt beurteilt, ob die Behandlung warten kann, und ein anderer Patient kann den frei gewordenen Termin nutzen.
| Situation | Kommen oder verschieben? | Warum? |
|---|---|---|
| Schnupfen oder Husten, planbarer Termin | Anrufen und abstimmen | CDC: nicht dringliche Behandlung nach Ende der Ansteckungsfähigkeit |
| Verstopfte Nase vor Inhalationssedierung | Verschieben | Ohne Nasenatmung wirkt die Sedierung nicht (NHS) |
| Fieber ab 38 °C, planbarer Termin | Verschieben | Laut NHS erhöhte Körpertemperatur; Ruhe empfohlen |
| Fieber mit Zahnschmerz oder Schwellung | Dringend zum Zahnarzt | Mögliche behandlungsbedürftige Zahninfektion |
| Schwellung am Auge oder Hals, Atemprobleme | Krankenhausnotaufnahme SOR oder Notruf 112 | NHS verweist bei diesen Beschwerden an die Notaufnahme |
| Aktiver Lippenherpes | Vor planbarem Termin anrufen | Ansteckend vom ersten Kribbeln bis zur Abheilung (NHS) |
| Örtliche Betäubung | Kommen; Essen mit dem Arzt klären | Healthdirect empfiehlt Rücksprache vor dem Eingriff |
| Vollnarkose | Nach Anweisung nüchtern kommen | Letzte Mahlzeit und letztes Getränk legt der Anästhesist fest |
| Alkohol vor dem Termin | Geplant: neuen Termin vereinbaren; dringend: Beschwerden und Alkohol melden | Healthdirect und NHS empfehlen vorherigen Alkoholverzicht |
| Gerinnungshemmende Medikamente | Kommen, Medikamente nicht selbst absetzen | SDCEP: Änderungen nur nach ärztlicher oder zahnärztlicher Anweisung |
| Schwangerschaft | Kommen und Schwangerschaft angeben | ADA: Zahnbehandlung und Röntgen sind in der Schwangerschaft sicher |
Kann man mit Schnupfen und Erkältung zum Zahnarzt?
Mit Schnupfen oder Erkältung können Sie zum Zahnarzt kommen, wenn Sie dringend Hilfe benötigen. Einen planbaren Besuch besprechen Sie vor dem Aufbruch mit der Praxis. Die CDC empfehlen, Patienten mit Atemwegssymptomen wie Husten, verstopfter oder laufender Nase früh zu erkennen und ihre nicht dringliche Behandlung möglichst zu verschieben.
Das schützt andere Patienten und das Personal, betrifft aber auch Sie selbst. Bei vielen Eingriffen bleibt der Mund lange offen, sodass eine verstopfte Nase die Atmung erschwert. Bei der Inhalationssedierung mit Lachgas wird sie zum Hindernis: Ein britisches NHS-Patientenmerkblatt von 2025 erklärt, dass die Sedierung ohne Nasenatmung nicht wirkt und der Termin dann verschoben wird.
Wenn Sie in der Praxis husten oder niesen, empfehlen die CDC, Mund und Nase zu bedecken, Taschentücher zu verwenden, eine Maske zu tragen und nach Kontakt mit Sekreten die Hände zu waschen. Praxen können Patienten mit Symptomen außerdem bitten, abseits von anderen Platz zu nehmen.
Ist ein Zahnarztbesuch mit Fieber möglich?
Einen planbaren Termin sollten Sie bei Fieber besser nicht wahrnehmen. Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen neuen. Laut NHS gilt bei Erwachsenen meist eine Temperatur ab 38 °C als Fieber. Empfohlen werden vor allem Ruhe und ausreichendes Trinken.
Anders ist es bei Fieber mit Zahnschmerz oder Gesichtsschwellung: Dahinter kann eine behandlungsbedürftige Zahninfektion stecken. Der britische NHS verweist bei Schwellungen um das Auge oder am Hals sowie bei erschwertem Atmen, Schlucken oder Sprechen an eine Krankenhausnotaufnahme. In Polen sind dafür SOR oder 112 zuständig.
Auch für die Betäubung spielt eine Infektion eine Rolle. Der australische Gesundheitsdienst Healthdirect weist darauf hin, dass Entzündungen im Eingriffsbereich die Wirkung örtlicher Betäubung abschwächen können. Ob eine Vollnarkose bei einer Infektion stattfindet, entscheidet der Anästhesist. Melden Sie deshalb jedes Fieber in den Tagen vor dem Eingriff.
Lippenherpes: Muss der Zahnarzttermin verschoben werden?
Rufen Sie bei aktivem Lippenherpes vor einer geplanten Behandlung an, denn der Zahnarzt kann eine Verschiebung empfehlen. Laut NHS ist Lippenherpes vom ersten Kribbeln bis zur vollständigen Abheilung ansteckend und leicht auf andere Menschen sowie andere Körperstellen übertragbar. Die Heilung sollte innerhalb von 10 Tagen beginnen.
Bei einer Zahnbehandlung werden die Lippen berührt und gedehnt. Eine Stelle am Mundwinkel oder an der Lippe kann dadurch gereizt werden. Der NHS empfiehlt außerdem Händewaschen nach jeder Berührung der Herpesstelle. Daran sollten Sie auch im Wartezimmer denken.
Zahnschmerzen oder Schwellungen sollten trotzdem nicht bis zur Abheilung warten. Nennen Sie den Herpes bei der Anmeldung, damit der Arzt planen kann, was sofort und was nach der Abheilung behandelt wird.
Sollten Sie vor dem Zahnarztbesuch essen und die Zähne putzen?
Vor einem Eingriff mit örtlicher Betäubung gibt der Arzt bei Bedarf Hinweise zum Essen. Healthdirect empfiehlt, vorher zu fragen, ob Sie am Behandlungstag essen und trinken dürfen. Ohne anderslautende Anweisung ist eine leichte Mahlzeit praktisch: Die Betäubung wirkt meist mehrere Stunden, und bis zur Rückkehr des Gefühls müssen Sie auf Lippe und Wange achten.
Vor einer Lachgassedierung empfiehlt das NHS-Merkblatt, zu essen und zu trinken, aber keine große Mahlzeit. Vor einer Vollnarkose gilt dagegen eine strenge Nüchternheitsphase für Essen und Trinken. Die Zeiten für letzte Mahlzeit und letztes Getränk nennt der Anästhesist beim Vorgespräch.
Putzen Sie Ihre Zähne vor dem Termin wie gewohnt. Essen Sie kurz vor dem Aufbruch, spülen Sie den Mund oder putzen Sie erneut, denn Speisereste erschweren die Untersuchung. Nehmen Sie Gerinnungshemmer? Das SDCEP-Patientenmerkblatt von 2022 empfiehlt die gewohnte Zahnpflege: Vernachlässigte Hygiene begünstigt Zahnfleischerkrankungen und damit Blutungen.
Welche Medikamente und Informationen sollten Sie mitbringen?
Bringen Sie eine Liste aller Medikamente mit, auch rezeptfreier und pflanzlicher Mittel, sowie Angaben zu Erkrankungen und Allergien. Das schottische SDCEP-Programm betont im Patientenmerkblatt von 2022, dass der Zahnarzt alle Medikamente und Erkrankungen kennen muss. Einige, etwa Nieren-, Leber- oder Bluterkrankungen, können Blutungen verstärken.
Setzen Sie Gerinnungshemmer und Thrombozytenaggregationshemmer nicht selbst ab. Laut SDCEP dürfen sie vor Zahnbehandlungen nur auf Anweisung eines Arztes, Facharztes oder Zahnarztes geändert werden. Nehmen Sie Dauermedikamente wie üblich, sofern nichts anderes angeordnet wurde; das empfiehlt auch das NHS-Merkblatt zur Inhalationssedierung. Einzelheiten enthält der Artikel über Gerinnungshemmer und Zahnentfernung. Hilfreich sind außerdem:
- Ein aktueller INR-Wert bei Einnahme von Warfarin.
- Krankenhausentlassungsberichte und Untersuchungsergebnisse der letzten Monate, besonders vor einer Operation.
- Frühere Röntgenbilder oder Tomografien aus einer anderen Praxis.
- Angaben zu Arzt- oder Krankenhausbesuchen seit dem letzten Zahnarzttermin.
Kann man nach Alkohol zum Zahnarzt gehen?
Nach Alkoholkonsum sollten Sie zu einem geplanten Eingriff nicht ohne vorherige Rücksprache mit der Praxis kommen; der Zahnarzt beurteilt, ob die Behandlung sicher ist und ob Sie wirksam einwilligen können. Healthdirect schreibt, dass der Arzt vor örtlicher Betäubung Alkoholverzicht ab dem Vortag empfehlen kann. Das NHS-Merkblatt zur Inhalationssedierung verbietet Alkohol vor dem Termin und für den restlichen Tag. Schieben Sie Hilfe bei einer Verletzung oder Zeichen einer schweren Infektion aber nicht auf: Bei Atem-, Schluck- oder Sprechbeschwerden oder einer Schwellung am Auge oder am Hals gehen Sie in die Notaufnahme (SOR) oder wählen die 112, und fahren Sie nicht selbst.
Auch die Einwilligung ist wichtig: Sie erfolgt nach Aufklärung über Diagnose, Methoden und Folgen der Behandlung (art. 16 des Patientenrechtegesetzes, Rechtsstand: 24. Oktober 2026). Unter Alkoholeinfluss kann die Fähigkeit zu einer informierten Einwilligung fehlen. Hinweise zu Alkohol vor und nach Vollnarkose gibt der Anästhesist.
Was sollten Sie der Anmeldung vor dem Termin sagen?
Nennen Sie alles, was den Ablauf beeinflussen kann: Schmerzen und Schwellung, Fieber und Infektion, Schwangerschaft oder Stillzeit, geplante Sedierung und Dolmetschbedarf. Das NHS-Merkblatt zur Inhalationssedierung bittet um Angaben zu bestehender oder möglicher Schwangerschaft sowie zu Arzt- oder Krankenhausbesuchen seit der letzten Behandlung.
Eine Schwangerschaft ist kein Grund, den Zahnarzt zu meiden. Die American Dental Association (ADA) hält vorbeugende, diagnostische und zahnerhaltende Behandlungen während der gesamten Schwangerschaft für sicher, ebenso Röntgenaufnahmen in jeder Phase. Einzelheiten erläutert der Artikel über Zahnbehandlungen in der Schwangerschaft.
So bereiten Sie sich auf einen Besuch bei DentalBlue vor
Bei DentalBlue in Białystok können Sie mit Schmerzen mit „Wizyty z bólem“ (Besuch mit Schmerzen, 340 zł laut Preisliste: Panoramaaufnahme, Beratung, Untersuchung und Schmerzlinderung) beginnen, ohne Schmerzen mit „Wizyty bez bólu“ (Besuch ohne Schmerzen, 300 zł, mit schriftlichem Behandlungsplan). Vor Vollnarkose findet eine gemeinsame zahnärztlich-anästhesiologische Beratung mit Panoramaaufnahme, Anamnese, Medikamenten und Untersuchungsergebnissen statt. Die Zeiten für die letzte Mahlzeit und das letzte Getränk erhalten Sie dabei. Anmeldung: 85 748 00 50, werktags von 8:00 bis 20:00, samstags von 8:00 bis 16:00, auf Polnisch, Englisch, Ukrainisch und Russisch. Preise können sich ändern.
Häufig gestellte Fragen
Kann man mit Halsschmerzen zum Zahnarzt?
Halsschmerzen begleiten oft eine Atemwegsinfektion. Rufen Sie deshalb vor einem planbaren Termin an. Die CDC empfehlen, nicht dringliche Behandlungen Infizierter möglichst bis zum Ende der Ansteckungsfähigkeit zu verschieben und dringliche Behandlungen unter zusätzlichen Schutzmaßnahmen, etwa mit Maske, durchzuführen.
Soll ich vor dem Zahnarzttermin meine Medikamente wie gewohnt nehmen?
Meist ja. Das NHS-Merkblatt zur Inhalationssedierung empfiehlt Dauermedikamente wie üblich, sofern nichts anderes angeordnet wurde. Das schottische SDCEP-Programm betont, Gerinnungshemmer nicht ohne ärztliche oder zahnärztliche Anweisung zu ändern. Vor Vollnarkose entscheidet der Anästhesist über die Medikamente am Behandlungstag.
Darf man nach Inhalationssedierung beim Zahnarzt Auto fahren?
Nicht sofort. Das NHS-Merkblatt empfiehlt, danach 2 Stunden weder Auto zu fahren noch Maschinen zu bedienen und in dieser Zeit nicht in Schule oder Arbeit zurückzukehren. Kommen Sie mit einer erwachsenen Begleitperson, die vor Ort bleibt und Sie nach Hause begleitet.
Was tun, wenn die Erkältung am Behandlungstag beginnt?
Rufen Sie so früh wie möglich an und beschreiben Sie Fieber, Husten oder verstopfte Nase. Bei einem planbaren Termin kann die Praxis einen neuen vorschlagen. Bei Schmerzen oder Schwellung klären Sie, wie Sie trotz Infektion Hilfe erhalten. Frühzeitige Information macht den Termin für andere Patienten frei.
Muss ich dem Zahnarzt sagen, dass ich schwanger bin?
Ja. Nennen Sie eine bestehende oder mögliche Schwangerschaft bei der Anmeldung und beim Termin. Darum bittet auch das NHS-Merkblatt zur Inhalationssedierung. Die ADA hält zahnerhaltende Behandlung, Diagnostik und Röntgen während der gesamten Schwangerschaft für sicher; die Angabe beeinflusst aber die Behandlungsplanung.
Quellen
- CDC: Summary of Infection Prevention Practices in Dental Settings, Basic Expectations for Safe Care (2016)
- NHS: High temperature (fever) in adults (2026)
- NHS: Cold sores (2024)
- NHS: Toothache (2024)
- Wirral Community Health and Care NHS: Having dental treatment under inhalation conscious sedation (2025)
- Healthdirect Australia: Local anaesthetic (2025)
- SDCEP: Anticoagulant or Antiplatelet Medication and Your Dental Treatment, Patientenmerkblatt (2022)
- ADA: Oral Health Topics, Pregnancy (2025)
Ein Artikel zur Information. Er ersetzt keine Beratung. Behandlungsentscheidungen werden bei einem Termin getroffen.




